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Fibromyalgie

Alles über Ursachen, Symptome und Therapie des Fibromyalgiesyndrom (FMS)


Monatelang Schmerzen in Nacken, Rücken und Gliedern – dahinter kann eine Fibromyalgie stecken

Was ist Fibromyalgie?

Einige Menschen haben immer wieder Schmerzen – und das an mehreren Stellen im Körper. Besonders unangenehm sind ständige Schmerzen im Bereich der Muskeln und der Gelenke. Wenn sie länger als drei Monate andauern und der Arzt andere Krankheiten ausgeschlossen hat, kann es sich um eine Fibromyalgie handeln. Der Begriff bedeutet wörtlich übersetzt Faser-Muskel-Schmerz.

Komplexes Krankheitsbild: Die Patienten haben meist eine lange Leidensgeschichte von durchschnittlich sieben Jahren hinter sich, bevor sie die richtige Diagnose erhalten. Das Problem: Die Fibromyalgie ist ein komplexes und schwer durchschaubares Krankheitsbild, das meist von anderen Beschwerden wie steifen Gliedern am Morgen und Schwellungsgefühlen an den Händen, Füßen und im Gesicht, Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Ängstlichkeit und Depressivität begleitet wird. Da das Beschwerdebild durch das Zusammentreffen komplexer Symptome definiert wird, sprechen Mediziner vom Fibromyalgie-Syndrom (FMS).



UNSERE EXPERTIN: Dr. Kathrin Bernardy, Diplom-Psychologin

Körper und Seele betroffen: Es gibt viele Hinweise darauf, dass die Fibromyalgie-Beschwerden zwar wie eine körperliche Krankheit (soma = Körper) aussehen, aber durch das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele entstanden sind und dementsprechend auch ganzheitlich behandelt werden müssen.

Medizinische Einordnung: Lange Zeit gab es Diskussionen darüber, wie sich die chronischen Muskel- und Gliederschmerzen und deren Begleiterscheinungen medizinisch einordnen lassen. Mittlerweile ist klar, was eine Fibromyalgie nicht ist: Es handelt sich dabei weder um eine Entzündung noch um eine rheumatologische Krankheit (Rheuma), es ist auch keine Stoffwechselkrankheit.

Wichtig zu wissen: Selbst wenn die Fibromyalgie jahrelang besteht, werden die Muskeln, Gelenke und Bänder nicht geschädigt. Die chronisch kranken Patienten sind später nicht an den Rollstuhl gebunden und haben auch keine kürzere durchschnittliche Lebenserwartung.

Keine eingebildete Krankheit: Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren haben Wissenschaftler Hinweise finden können, dass sich die Fibromyalgie-Patienten ihre Schmerzen nicht einbilden. Studien zeigten, dass die entsprechenden Schmerzareale stärker aktiviert sind als bei Menschen ohne chronische Schmerzen.

Mehr Frauen als Männer: In den westlichen Industrienationen geht man davon aus, dass ein bis zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. An Fibromyalgie erkranken vier bis sechs Mal mehr Frauen als Männer. Auch Kinder und Jugendliche können unter chronischen Muskel- und Gliederschmerzen leiden.

Mit den Beschwerden leben lernen: Zur Behandlung gibt es mehrere Möglichkeiten – angefangen von Ausdauertraining über die physikalische Therapie und der Behandlung mit Medikamenten bis hin zur Verhaltenstherapie. Viele Betroffene lernen so, mit den Beschwerden besser zu leben.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
Bildnachweis: W&B/Cira Moro, iStock/ RYF

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